Queer und Pfadfinder*in – wie passt das zusammen?
Shownotes
Anmeldung Rover-Bundesunternehmen: rover bicks https://anmeldung.dpsg.de/bl/27-ro-bl/
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00:00:00:
00:00:26: Da sind wir wieder.
00:00:27: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Knoten im Ohr!
00:00:31: dem DPSG-Podcast.
00:00:33: Nach den Sommerferien geht es jetzt wieder los, ich hoffe ihr hattet wunderbare Sommalläger und wir machen uns heute wieder auf den Weg mit einem super, super spannenden Thema nämlich queeres Fahrtfinden!
00:00:46: Das ist ein super persönliches Thema, ein Thema was in unserem Verband aber immer wieder eine hohe Präsenz hat und das ist auch gut so.
00:00:53: und wir haben zwei Menschen heute hier auf die ich mich ganz besonders freue, zwei großartige Geschenke dass Ihr heute da seid.
00:00:59: Florie und Sebi.
00:01:01: Wollt ihr einmal ganz kurz etwas zu euch sagen?
00:01:05: Ich fange total gerne an, ich bin der Sebi.
00:01:08: Ich bin Fachreferent für Geschlechtergewichtigkeit und queersensibel Kinder- und Jugendarbeit in der Bumslatung während der DPSG mit einem super spähigen Namen.
00:01:19: also vielleicht reißt es einfach Fachreference GQ.
00:01:22: Sehr cool, so was machst du das eigentlich schon, Sebi?
00:01:28: Ratha denkt zwei Jahre bin ich oder knapp zwei Jahre, wieder in der Bundesleitung davor war ich relativ lange fahre die Referent in der Bundesregierung und komme ursprünglich aus Köln.
00:01:41: Cool!
00:01:41: Sehr schön.
00:01:42: Cool dass du da bist.
00:01:44: Florie magst ein paar Worte zu dir sagen?
00:01:47: Ja natürlich sehr gerne.
00:01:49: Hi Ich bin Florie.
00:01:51: Ich bin Wöhlleiterin.
00:01:53: Ich komme aus dem wunderbaren Stamm aus Essen-Hazop, aus der DCS essen Und, ähm... genau.
00:02:01: Ich leite Fürs und ich bin für die globale Gerechtigkeit und die Ökologie bei uns im Sitz des Anverbanden aktiv und schnuppe auch ganz gerne mal auf sämtliche Versammlungen auf allen Ebenen so rein, die mir unter den... die mir auf den Weg gespielt werden.
00:02:15: Sehr schön!
00:02:17: Cool dass ihr da seid.
00:02:17: Sorry, ich bin ein bisschen erkältet immer noch falls die Stimme ein bisschen komisch klingt oder es zwischendurch ein kleines Füsterchen gibt und dann wundert euch nicht.
00:02:26: Ich lade euch ein, dass wir aber jetzt gemeinsam erstmal an einen Ort gehen um miteinander warm zu werden und uns am Feuer bequem zu machen.
00:02:33: Nehmen nicht am Fragenfeuer!
00:02:39: Ich weiß nicht ob ihr beide die Rubrik kennt, aber ihr seid wahrscheinlich beide fleißige Hörerinnen unseres Podcasts.
00:02:44: ich stelle euch jetzt gleich einfach zwei Dinge mal zur Auswahl und ihr dürft gleich ganz spontan sagen was von beiden präferiert ihr?
00:02:51: Wofür würdet ihr euch entscheiden?
00:02:53: Es gibt keine rein folgenden Antworten, sondern wir kommen einfach entspannt ins Gespräch und wir starten einfach mit der ersten Frage.
00:03:06: Das ist eine sehr gute Frage!
00:03:09: Ich bin persönlich eher der Sternchenmensch.
00:03:13: Einfach weil ich den Stern einfach ein sehr schönes Symbol finde und ja das Zeichen dahinter noch mal bisschen mehr... Bedeutungsraum irgendwie hat als der Doppel.
00:03:28: Ich bin auch ganz klar Sternchenfraktionen und ich möchte dann anderen Flo zitieren, mit dem ich da schon mal zugearbeitet habe Wie wollen wir ein binäres System überwinden, indem wir dafür einen binäre Symbol mit zwei Punkten auswählen?
00:03:47: Und es fand so ein schönes Bild.
00:03:49: Das ist stecken geblieben und darum ganz klar Sternchen.
00:03:52: Gut
00:03:52: wie ist das denn bei euch beiden?
00:03:54: ich persönlich bin da immer ein bisschen hin und her gerissen und finde vor allem total wichtig dass wir gendern und das wie ist für mich eher so sekundär und aber auch mal ein bisschen das Gefühl das wechselt ja auch immer wieder so ein bisschen zwischendurch was jetzt gerade irgendwie die bessere Variante ist.
00:04:10: Gibt's da Baue ich auch in der Zeit unterschiedliche Wahrnehmungen oder wart ihr beide schon mal Sternchenverfechterinnen?
00:04:15: Ich habe tatsächlich eine Zeit lang auch für den Doppelpunkt benutzt, weil ich mitbekommen habe dass der wenn ein Text vorgelesen wird digital auch direkt als Pause vorglesen wird und das viele Geräte das Sternchen nicht verstanden haben das Sternchen eben mit vorgelesen haben, was den ja den Zuhörfluss natürlich ein bisschen behindert.
00:04:41: Da frage ich mich auch gerade ob das vielleicht weiß es zu welcher jemand von euch?
00:04:45: Ob man das jetzt mittlerweile einstellen kann oder ob das immer noch so ist dass wenn man sich in der Nachricht vorlesen lässt, dass Sternchen als Sternchen noch vorgelessen wird weil das wäre dann natürlich wieder nicht so schön.
00:04:57: Ich bin darüber gefragt.
00:04:57: ähnlich gesagt
00:05:00: Ich habe das super lange nicht mehr ausprobiert, aber ich meine zumindest die Gelerter mit dem Apfel könnten das.
00:05:08: Ist vielleicht auch eine falsche Erinnerung weil das Team ist so genau und ganz grundsätzlich.
00:05:14: ab dem Augenblick wo ich mich da miteinander gesetzt habe fand ich den Stern wie gesagt die bessere Variante.
00:05:21: jetzt bin ich neben meinem Ehrenamt in beruflichen Situationen wo ich auf der einen Seite meinen Hauptteil der Stelle habe, wo ich mit Sternchen gendern darf und wo das totalen Ordnung ist für meine Chefin.
00:05:34: Und wo es mit ein paar Stunden abgeordnet bin in der Bezirksregierung, wo meine Chefin dort das zwar total gut findet aber weil es vom Ministerium dazu keine ordentliche Aussage gibt
00:05:48: bzw.,
00:05:49: es gibt eine Aussage nämlich wir sollen bitte mit Schülerinnen- und Schülergendern darf es da wieder darauf zurückfallen, dass mir super nervig ist.
00:05:58: Ja schade, dass die Politik da noch ein bisschen hinterherhängt an der Stelle einfach.
00:06:04: Aber da können wir ja mit gutem Beispiel vorangehen.
00:06:09: Am Fragenfeuer Prasselt ist fröhlich vor sich hin und wir starten einfach direkt mit der nächsten Frage Wenn ihr euch entscheiden müsstet Regenbogen-Halsduch oder Regenburger Lilienaufnäher?
00:06:21: Ich würde sagen beides und situationsabhängig.
00:06:25: Der Aufnäheer ist auf der Kluft.
00:06:28: Die trage ich manchmal auch mit anderen Halszüchern, sei es das Woodbetsch-Halztuch oder das Halztuch der Bundesleitung.
00:06:38: Aber ich trage auch gerne das Regenbogenhalztuch aber der Aufener ist auf jeden Fall dabei!
00:06:42: Ich besitze auch beides und würde mich aber ganz klar für das Regengogenhalstuch entscheiden einfach weil ich zu viel mehr Gelegenheiten an Halztucht trage als ich jetzt meine Kluft anhabe Und das Halstuch ist einfach immer mit dabei.
00:06:55: Das trage ich auch einfach so, man hat drüber gezogen wenn man in den anderen DPSG Merch trägt und das Regenbogen-Halztuch ist auf jeden Fall mein Lieblingshalztuch.
00:07:03: Ich kann das voll verstehen, sagst du, sagts florisch bin auch eher Team Halztuch weil ich das auch das auffälligere Zeichen finde gerade um nochmal zu zeigen dass man als Elite unterwegs ist und da auch einfach supporten kann an der Stelle.
00:07:16: Es ist für mich auch noch mal der größte Eicatcher aber ich glaube... Man kann gar nicht genug haben, aber darüber kommen wir später gleich noch in den Austausch auf jeden Fall auch.
00:07:26: Wenn ihr euch entscheiden müsstet, Gruppenstunde oder CSD?
00:07:31: Das ist ja meine richtig fiese Frage!
00:07:34: Also ich kann die Frage einfach ausweichen indem ich mich frage wer macht Sonntags-Vormittagsgruppenstunde?
00:07:40: Sehr schlau!
00:07:42: Also erst, schönen unter der Woche abends die Gruppenstunde und dann am Wochenende auf dem CSD.
00:07:47: Am besten die Gruppenkinder direkt mitnehmen!
00:07:49: Richtig gut.
00:07:49: ich habe auch ganz lange überlegt wie komme ich denn da raus?
00:07:53: weil ich das auch gar nicht entscheiden möchte.
00:07:55: also Ich hab keine Gruppen stunden mehr.
00:07:58: dass könnte jetzt als Argument anbringen.
00:07:59: aber so vom Prinzip her würde ich meine Gruppen Stunden niemals für den CSD drauf geben Und umgekehrt genauso wenig.
00:08:09: Das lässt sich gut vereinen, außer es liegt am Anfang Sonntag.
00:08:16: War die schon mal mit einer Gruppenstunde beim CSD unterwegs oder mit euren Gruppenkindern und Jugendlichen?
00:08:21: Mit meinen eigenen Gruppenkindern war ich bisher noch nicht auf dem CSD aber ich war durchaus schon farfenerisch auf einem CSD.
00:08:28: also haben wir uns im Bezirk vernetzt und waren mit total vielen Leiterinnen und RoberInnen zusammen.
00:08:33: da das auf jeden Fall nur jetzt Kindern.
00:08:37: auf dem CSD war ich tatsächlich noch nicht, das ist vielleicht eine Idee für die Zukunft.
00:08:41: Kann ich mich anschließen?
00:08:43: Mit Kindern war ich auch noch nicht am CSD aber im DPSG-Kontext das ein oder andere Mal.
00:08:50: Wir machen mit schwierigen Auswahlfragen glaube ich weiter.
00:08:53: Wie schaut's bei euch aus?
00:08:55: Flinter Cafés oder einen Ort für alle?
00:09:02: Da wird nachgedacht.
00:09:05: Genau da wird hartnach gedacht.
00:09:10: Flintercafés haben, glaube ich in der Gesellschaft so wie wir gerade leben eine total krasse Berechtigung und da finde ich die super wichtig.
00:09:18: Wenn ich mir was wünschen könnte würde ich mir eine Gesellschaft wünsche wo wir ganz entspannt miteinander nebeneinander leben können und es keine solchen Schutzräume bedarf.
00:09:31: für einen Augenblick würde ich sagen auf jeden Fall Flintercafés.
00:09:34: Ich
00:09:34: kann mich da sebe nur anschließen.
00:09:36: Ich wünschte auch, ich könnte sagen Flintercafés brauchen wir nicht.
00:09:39: Wir brauchen keine Orte.
00:09:40: nur für Flinta ist aber aktuell leider nicht die Realität und deswegen würde ich auf jeden Fall sagen ganz klar, FlinterCafé Schutzraum
00:09:49: gute Sache!
00:09:54: Das
00:10:00: ist
00:10:03: eine
00:10:08: gute Idee, habe ich auch noch nicht gesehen.
00:10:13: Ich puste mal ein kleines bisschen ans Rüsthaus.
00:10:19: Wann gibt es mehr Pride-DPSG Merch?
00:10:22: Ich glaube das können wir gut mit dem in die Bundesleitung und uns darüber ein bisschen austauschen und dann mit dem Rüsthaus in Kontakt gehen.
00:10:28: Ist doch schon eine neue schöne Idee geboren!
00:10:33: Wenn ihr euch entscheiden müsstet Lagerfeuer oder Party
00:10:37: Eindeutig Lagerfeuer.
00:10:39: Ich muss echt sagen, entspannte, entspannter Abende in guter Gemeinschaft sind mir tatsächlich wichtiger als total steil gehen jeden Abend.
00:10:52: Ich würde sagen hin und wieder mal Party aber grundsätzlich geht immer lagerfeuern.
00:10:58: Voll
00:10:58: dabei!
00:10:59: LagerFeuer auf jeden Fall.
00:11:01: Auch sehr mitfühlen finde ich auch die deutlich entspannten schöne Situation, außerdem kann man die wirklich schön nieder auch am Lagerfeuer singen.
00:11:09: Und eine letzte Frage am Fragenfeuer Stammeslager oder Bundeslager?
00:11:16: Wo seht ihr euch eher?
00:11:21: Komme ich aus der Nummer raus als Mitglied in der Bundesleitung?
00:11:25: Darfst ganz ehrlich antworten!
00:11:27: Ne genau Spaß beiseite.
00:11:28: also Ich habe super schöne tolle Erinnerungen an stammes lager Die ich in gar keinen Fall wissen möchte.
00:11:40: Ich kann mir um ehrlich zu sein, zwanzig neunundzwanzig mit dem Bundes-Sommerlager noch ganz wenig vorstellen, weil es so eine riesengroße Nummer in meinem Kopf zumindestens wird.
00:11:53: Ich bin gespannt und ich muss ehrlicherweise gestehen wenn ich jetzt im Augenblick auch in ein stammes Lager fahren könnte – ich weiß nicht genau wofür ich mich entscheiden würde!
00:12:03: Auch da wäre mir wahrscheinlich am Ende die Kombi, wir machen ein paar Tage Stammeslager und reisen gemeinsam als Bundeslager an.
00:12:11: Die Liebste!
00:12:12: Ich
00:12:12: glaube ich würde an dieser Stelle tatsächlich doch eher zur Bundeslage attendieren einfach weil natürlich je nachdem wie die Orga funktioniert in was für Dörfer man geteilt ist, die ich sag mal verbreitete Variante ja sowieso ist dass man eben mit seinem Stamm zu diesem Bundeslagger fährt.
00:12:31: Das heißt, man kann sich dann ja auch so ein bisschen die Zeit einteilen.
00:12:35: Wie viel Zeit nehmen wir uns für uns als Gruppe?
00:12:39: Und wie viel Zeit nehmen wir eben an offiziellen Programmenteil und lernen andere Leute kennen?
00:12:45: Deswegen muss ich mich da glaube ich gar nicht so crazy entscheiden!
00:12:48: Ich habe gerade so bei mir gedacht...ich glaub das ist normal bei mir auch eine volle Entwicklung.
00:12:50: also als Gruppenkind hätte ich damals auf jeden Fall Stammeslager gesagt falls irgendwie der Safer Space gewesen wäre für mich nur mit den Leuten unterwegs zu sein, die ich gut kenne unserem Bundeslager hätte mich da, glaube ich als Jufi krass überfordert.
00:13:04: Aber heute muss ich sagen, habe ich schon richtig Bock auf das Jahr zwanzig-neunzwanzig.
00:13:08: Ich würde sagen wir bleiben einfach sozusagen am Feuer sitzen aber starten ein bisschen in den Austausch über das spannende Thema dass ihr heute mitgebracht habt.
00:13:17: Da vielleicht noch einmal ganz kurz vorweg es ist ein Riesengeschenk, dass ihr beide da seid und euch über dieses Jahr auch super persönliche Themen mit mir unterhalten mögt.
00:13:26: Das ist richtig richtig stark.
00:13:29: Aber hier auch noch einmal, achtet da einfach gut gleich darauf was ihr mit den ZuhörerInnen teilen wollt.
00:13:35: Wichtig ist dass es euch dabei gut geht und wir damit ein gutes Beispiel für unsere ZuhörerInnen setzen können.
00:13:42: Ihr seid beide in der DPSG unterwegs Und mich würde erstmal interessieren wie nehmt ihr die DPSg-Bezug auf queere Menschen eigentlich wahr?
00:13:50: Ist das ein Safe Space oder ist das immer noch eine große Baustelle wo ihr sagen würdet Da ist noch richtig viel zu tun?
00:13:56: im Verwand Und vielleicht Sebi, du kannst ja jetzt auf eine längere Entwicklung noch mal zurückschauen.
00:14:02: Auch in dem Thema magst Du da einmal beginnen?
00:14:11: Ich finde das tatsächlich nicht so ganz einfach zu beantworten.
00:14:14: Wenn ich mir die Bundesebene heute angucke dann nehme ich die für mich also auch weil ich aktiv auf Bundesebenen bin schon als Safe Space Mal Weil da viele Menschen sind, bei denen ich mich wohlfühle.
00:14:29: In Klammern ... Ich bin ein Mann und das muss man halt auch immer noch mal zuwissen.
00:14:32: Das ist sicher eine Sache die für mich erst einmal spricht.
00:14:36: Vor allem wenn ich aber auch zurückblicke in das was irgendwie in den letzten ... Keine Ahnung.
00:14:42: Ich fahre auf Bundesversammlung seit fünfzehn Jahren oder so passiert es.
00:14:46: Da erinnere ich mich an Situationen als... Die ersten Personen auf Bundes- versammlungen anfingen zu gendern und ein Gender Gap zu sprechen.
00:14:58: Und wie Mitglieder auf einer Bundesversammlung dann Schilder hochhielten, sich darüber lächerlich machen.
00:15:09: Das würde heute so im Leben nicht mehr passieren.
00:15:13: Ich hoffe die Personen, die das damals gemacht haben, schämen sich heute noch ein kleines bisschen oder ein großes bisschen dafür dass sie sich so verhalten haben.
00:15:23: Wenn ich dann aber irgendwie aus dieser Bundesebenen-Bundesversammlungsbubble rausgucke und mir angucke, in welcher Art und Weise Menschen die im Verband sind oder dem Verband nahestehen oder standen.
00:15:39: Dann online über Facebook oder so kommentiert haben dass die DTSG jetzt nicht mehr deutsche Fahrt von der Schaft sondern Deutsche Fahrt einer Innenschaft heißt, dann läuft sich mir schon auch also eiskalt den Rücken runter Und ich gebe den Kommentar, haben wir nichts Wichtigeres und was wir uns kümmern können an dieser Stelle gerne an diesem Menschen zurück?
00:15:58: Denn habt ihr nichts Wichtigeres um das ihr euch kümmeren könnt als ein Sternchen in einem Namen der abgesehen davon erstmal mehr einlädt als vorher.
00:16:10: Ich kann das wohl verstehen!
00:16:11: Diese ganze Aufregung verstehe ich auch tatsächlich immer gar nicht warum Menschen sich da so dran aufhängen könnten.
00:16:16: weil ich mir denke wenn wir es schaffen können dass mehr Menschen sich angesprochen fühlen ist das doch großartig also und es tut ja nicht weh.
00:16:22: Und trotzdem find ich's auch noch mal cool, Sebi wenn du das erzählst also die Protestgeschichten waren ja wahrscheinlich auch noch nicht vor ewig langer Zeit und dass sich trotzdem in relativ kurzer Zeit eine Haltung da auch zumindestens da auf der Bundesebene nochmal stark verändert hat.
00:16:36: Also tatsächlich glaube heute... Brauchen wir da nicht mehr groß drüber diskutieren, wie sprechen wir eigentlich an der Stelle?
00:16:44: Ne
00:16:44: absolut nicht.
00:16:44: Ich habe da also tatsächlich nämlich eine sehr große Akzeptanz war und zwar sozusagen von beiden Lagern Also diejenigen die gendern versuchen an der stelle nicht mehr zu missionieren was schon so vor zehn jahren Schon ein bisschen das Gefühl war Da wird uns etwas wohl in Nase gehalten oder der Versammlung für die Nase gehalten, damit das reproduziert wird.
00:17:10: Und dass nämlich von der Gender-Fraktion überhaupt gar nicht mehr war, sondern es ist halt einfach in einen völlig natürlichen Sprachgebrauch übergegangen und sie wurde genutzt und verwendet.
00:17:19: Und alle, die's nicht tun wollen, die lassen wir auch genauso sein wie sie sind.
00:17:25: Das ist deren Meinung, das ist eine Ordnung.
00:17:28: Genauso nehme ich aber auch wahr, dass die Menschen, die nicht gendern, damit total fein
00:17:34: sind."
00:17:35: dass es andere auf der Versammlung tun und man da einfach nicht darüber diskutieren muss, weil das ist halt Alltag geworden.
00:17:41: Ich finde das auch noch total spannend.
00:17:42: Du hast gerade die Ebenen nochmal unterschiedlich.
00:17:44: Flori du bist ja eine Person, die eigentlich so... Also ich glaube es gibt keine Ebene in der DPSG wo du nicht unterwegs bist und irgendwie engagiert bist.
00:17:51: Das finde ich auch immer wieder bewundernswert wenn ich mitbekomme was du alles so tust und frag mir mal wie das mit der Zeit geht.
00:17:57: aber das ist ein anderes Thema.
00:17:59: Wie würdest du das denn wahrnehmen?
00:18:00: In allen unterschiedlichen Ebenenden in der dpsg gibts da Unterschiede für dich, wie mit dem Thema queere Fahrtfinderinnen umgegangen wird oder ist das auch auf stammes Ebene für dich kein spezielles Thema mehr?
00:18:13: Wo du das Gefühl hast dann müssen wir im Verband groß ran.
00:18:17: Ich
00:18:17: denke dass die Struktur wie die DPSG funktioniert da eine sehr große Rolle spielt.
00:18:23: also wir haben ja... Wir geben unseren stemmen vor Ort ja schon verhältnismäßig sehr viel Autonomie.
00:18:30: sie können ja selbst entscheiden Wer leitet wie man sich so organisiert, wie man miteinander kommuniziert.
00:18:38: Wie man miteinander umgeht und der Herrschheit sehr wenig Kontrolle.
00:18:42: Und ich würde sagen dass man das auf jeden Fall auch beim Thema Queerness spürt.
00:18:46: also wie heterogen setzen sich Ortsgruppen zusammen?
00:18:51: Wie queer sind Orts Gruppen?
00:18:54: Wie gehen LeiterInnen mit queerness um?
00:18:57: Sind sie da erfreundlich oder erfeindlich umgestellt eingestellt?
00:19:02: und ich muss echt sagen da begegnen wir doch schon echt unterschiedliche.
00:19:08: Ein unterschiedliches Klima, je nachdem wer da eben so unterwegs ist.
00:19:12: Und das würde ich sagen kann man natürlich auch auf die Zesen übertragen.
00:19:20: Wie ist es bei euch beiden?
00:19:21: Gibt es jetzt schon irgendwo Dinge wo ihr sagen würdet, die kann man strukturell total leicht oder nicht leicht.
00:19:27: Das ja wurscht also auch wenn's anstrengend ist lohnt sich daran zu arbeiten.
00:19:31: aber gibt es Dinge wo er sagt Die müssen wir auf jeden Fall strukturell nochmal ändern, um da noch mal eine größere Akzeptanz auch im Verband zu schaffen.
00:19:42: Was mir direkt in den Kopf kommt ist dass bei vielen Leitenden glaube ich ne sehr große Unsicherheit herrscht wie man mit Transgruppenkindern umgeht.
00:19:55: also das habe ich selbst von mir im Stamm erlebt, dass Leitende überhaupt nicht wissen.
00:20:02: okay also wir haben es jetzt verstanden.
00:20:04: die Person benutzt andere Pronomen.
00:20:08: Die Person möchte so und so genannt werden.
00:20:11: das ist ok für uns.
00:20:13: aber wie machen wir das jetzt mit den Zelten?
00:20:19: irgendwie mit den Duschen und was hat das sonst noch für Folgen darüber hinaus, wie kommunizieren wir mit Eltern usw.
00:20:27: Das hat ja ein ziemlich großes Ausmaß auch.
00:20:31: Und da vielleicht mehr Sicherheit zu bieten, noch mehr Informationen, noch more Beratungsangebote... Ich glaube es könnte vielen in unserem Verband ihr Leben echt erleichtern!
00:20:45: Wo weiß ich auch immer eine krasse individuelle Frage noch mal ist oder nicht?
00:20:48: Also in meiner Wahrnehmung, es ist ja gerade auf stammensebene dann immer nochmal die frage womit fühlen sich die Kinder und Jugendlichen auch wohl.
00:20:56: Und das auch irgendwie nochmal gut mitzunehmen.
00:21:00: Da habe ich manchmal ein bisschen das Gefühl so eine richtig... also die Lösung oder den Way of Life gibt es da oft gar nicht.
00:21:08: Oder wie nimmt ihr das wahr?
00:21:10: Ich
00:21:10: würde sagen dass das eine total individuelle Lösung ist und dass man halt auf die Bedürfnisse der betroffenen Personen eingehen muss.
00:21:19: Aber überhaupt erst mal zu wissen, was das Ding ist?
00:21:23: Überhaupt erstmal zu wissen was ist Transsexualität überhaupt?
00:21:28: Was is Gender?
00:21:30: Also so eine grundlegende Offenheit muss man ja auch mitbringen und so ne Grundhaltung, dass man überhaupt erst verschiedene Optionen sich gemeinsam überlegen kann.
00:21:44: Also ich weiß nicht wie es euch geht, aber da ist bei mir auch oft die Wahrnehmung dass es bei Kindern und Jugendlichen gar nicht mehr das große Thema ist von keine krassen Berührungsängste mit dem Thema Queerness im Verband gibt.
00:21:55: Ich erinnere mich dann noch an eine Firmung in Verband vor ein paar Jahren.
00:22:01: Da war das null Thema sondern die Kinder und Jugendliche sind einfach ganz entspannt miteinander umgegangen Und es gab keinerlei Tendenz sich da irgendwie gegenseitig auszugrenzen, würdet ihr sagen das ist mal ein Unterschied auch.
00:22:12: Dass Leidländer mehr Angst haben mit dem Thema unterwegs zu sein oder nehmt ihr das anders wahr?
00:22:38: Da war das schon beim Schulung klar.
00:22:40: Wir haben Schüler in der Pubertät, bei denen das so ist und meine Wahrnehmung ist für die allermeisten Jugendlichen oder Kinder ist das ja Gott.
00:22:49: also ob ich jetzt mit ihm oder ihr oder was auch immer spielen soll dass es doch juckt mich an der Stelle gerade nicht einfach.
00:22:56: das mag die Person und ich mag sie nicht und die Erwachsenen die haben vielleicht ein Anführungsstrichen Brührungsängste.
00:23:05: Ich würde mich diese Erfahrung auf jeden Fall anschließen.
00:23:09: Also ich habe auch das Gefühl, dass es für Gruppenkinder untereinander viel weniger großes Ding ist als für Leitende.
00:23:17: Es ist ein bisschen so, wie an vielen Stellen, dass wir sagen können, wir sollten uns einfach trauen, viel mehr von Kindern und Jugendlichen zu lernen.
00:23:27: Wie würdet ihr das denn sehen?
00:23:27: Gibt es in eurer Wahrnehmung einen Unterschied zwischen der Akzeptanz in der Gesellschaft Unser Verband ist das schon auch irgendwie ein Spiegelbild der Gesellschaft, so wie ihr es wahrnimmt.
00:23:38: Also ich glaube eher Spiegelbild und zwar wenn ich mir irgendwie Deutschland angucke... Nee den Satz streichere mal lieber aber ich glaube es ist eher ein Spiegelbild.
00:23:53: also wir sind vielleicht an manchen Schritten in der DPSG ein bisschen schneller Aber wir sind glaube ich nicht komplett konträr zu dem was in unserer Gesellschaft passiert.
00:24:06: würde dir nicht grundsätzlich widersprechen, aber vielleicht den Punkt ergänzen dass wir meiner Meinung nach jetzt als DPSG nicht eins zu eins gesellschaftliche Vorstellungen widerspiegeln.
00:24:21: Insofern wenn man sich mal so ein bisschen die Prozentzahlen von Rechtsextremen anschaut, einer Partei zu geneigt sind, die sich eben auch ganz klar queerfeindlich äußert.
00:24:40: Dann würde ich sagen, decken wir uns als DPSG mit der politischen Gesinnung unserer Mitglieder auf jeden Fall nicht in dem Maße.
00:24:48: Natürlich sind wir kein politischer Einheitsbrei und es ist auch gut so dass wir unterschiedliche Perspektiven in unserem Verband haben aber ich würde nichts sagen das wir insofern diese Einstellungen auf der ja einer gleichen Höhe spiegeln wie's in der Gesamtgesellschaft der Falle ist.
00:25:04: Ja und vielleicht noch ergänzend.
00:25:05: also da wo is in unserer Gesellschaft gerade die Sorge habe habe ich die in der DPSG nicht.
00:25:12: Also, ich hab' nicht die Sorge dass wir in der DSG in drei Jahren noch mal darüber diskutieren werden wie heißt denn der Verband und uns wieder für das andere, für die alte Version entscheiden oder alte andere Beschlüsse zurücknehmen?
00:25:29: Da mache ich mir zum Beispiel gar keine Sorgen.
00:25:30: da habe ich gesellschaftlich in Deutschland gesehen deutlich größere Sorgen.
00:25:34: Ich glaube, dass wir da als Verband doch einfach sehr klar sein müssen in dem wie wir agieren und uns da auch nicht erpressen lassen.
00:25:41: Also sprich wenn mal eine AfD-Regierung da sein sollte, was ich nicht hoffe die aber dann sagt bestimmte Sachen nicht mehr sagen sonst streichen euch die Geld.
00:25:52: Ich glaube da müssen wir als Pfadverein noch einfach sehr selbstbewusst sein unter klaren Kante zeigen unsere Werte nicht verkaufen an dieser Stelle Aber stimme euch beiden dazu.
00:26:02: Hoffe das auch sehr dass wir da immer diese Klarheit haben werden sehr, sehr klare Stellung beziehen werden.
00:26:11: Wir haben gerade so ein bisschen über Gesellschaft gesprochen und auch in Gesellschaft.
00:26:15: aber auf dem Verband gibt es ja immer wieder so'n bisschen die Debatte mit wann ist eigentlich zu viel?
00:26:22: Also wie ist das in eurer Wahrnehmung?
00:26:25: Ist es gut, ist es sinnvoll dass bei jeder Aktion eine Regenbogenflagge hängt.
00:26:32: oder ist gerade die Normalität das Ziel eigentlich, also dass wir gar nicht mehr darüber diskutieren müssen.
00:26:38: Eigentlich gehören queere Menschen zu uns, sondern das kann ich mir hinterfragen.
00:26:44: Das tun wir ja jetzt auch nicht aber nicht dieses Zeichen nach außen setzen und dass wir uns solidarisieren und diese Offenheit haben.
00:26:52: Wie ist es da in eurer Wahrnehmung?
00:26:55: Selbst als würde ich erst mal sagen meine Wahrnehnung ist gar nicht immer und überall Pride-Flaggen hängen und dass das überall zum Thema und jeden Tag zum Thema gemacht wird.
00:27:07: Sondern es gibt halt so Augenblicke im Kalenderjahr, wo sich das anbietet weil da der Pride-Manns ist meinetwegen.
00:27:19: Und dann im Sommer das Geschrei groß ist man kommt ja gar nicht mehr drum herum ihr seid ja überall... Ja sorry!
00:27:30: Wenn ich jetzt in den Supermarkt gehe, dann stehe ich auch schon vor dem Lebkuchen.
00:27:34: Also da ist ja nicht rund um die Uhr es ist nicht immer und überall.
00:27:36: Und wenn im Fernsehen eine Sendung läuft, wo ne Quere-Person mitspielt Ja dann schaltet halt um oder gewöhnlich dran.
00:27:43: aber Die Wahrnehmung ist überhaupt nicht so dass Quere Themen so krass überrepräsentiert sind.
00:27:52: Ein großartiger Vergleich mit dem Lebkommen richtig gut?
00:27:55: Ja den Vergleich finde ich auch super.
00:27:57: Ich würde mich auf jeden Fall anschließen.
00:27:59: Ich denke auch, dass das eine sehr gefärbte Einschätzung ist wenn Stimmen laut werden mit dem es zu präsent und zu viel ist.
00:28:10: Und grundsätzlich würde ich sagen, dass dieser Zwiespalt zwischen Sichtbarkeit und Normalisierung ein Konflikt ist den wird man niemals los sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene.
00:28:25: Zum Beispiel ich auch als Person.
00:28:27: Es gibt Momente, in denen meine Queerness bedeutsam gemacht wird entweder von mir selbst oder von anderen und Momente in denen es gerade gar kein Thema ist.
00:28:37: aber selbst wenn das kein Thema isst höre ich ja nicht auf Queer zu sein Und ich denke dass können wir uns auch für die DPSG mitnehmen Dass man die Haltung ein queer offener Verband zu sein sein zu wollen mitträgt.
00:28:51: und eben dann wenn es bedeutsamm ist Flagge zu zeigen
00:28:56: Flagge zeigen für die nochmal spannendes Stichwort.
00:28:59: Ich selber merke bei mir, dass ich manchmal das Gefühl habe... Das ist bei gesellschaftlichen Entwicklungen auch nicht anders aber dass sich der Entwicklung gar nicht mehr ganz hinterher kommen weil es so schnell geht.
00:29:10: und gerade die White Flag hat ja in den letzten Jahren immer wieder sich verändert.
00:29:13: Es sind noch mal neue Farben, neue Symbole, neue Farbkombinationen dazugekommen.
00:29:18: Wie ist das bei euch beiden?
00:29:21: Also ich habe bei mir immer auf den Anspruch, ich möchte möglichst politisch korrekt natürlich unterwegs sein.
00:29:25: Aber deshalb aber umso mehr die Sorge dass sich irgendeine Entwicklung verpasst habe womit ich Menschen aus Versehen auf die Füße trete.
00:29:31: gibt es das auch?
00:29:32: oder würdet ihr sagen dadurch dass ihr irgendwie in dem Thema so drin seid kriegt ihr da alles an Entwicklung immer mit?
00:29:41: Ich hab da ganz sicher nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen.
00:29:46: Es gibt immer wieder Label, Flaggen und Bezeichnungen Ausdrücke, die ich nicht kenne.
00:29:54: Ich bewege mich da aber mit so einer Grundhaltung, so einer Gruntsicherheit, dass ich da auch keine Scheu habe etwas zu googlen nachzufragen auf den Kontext zu achten.
00:30:05: Und ich glaube das ist echt ... nichts ist, wovor man Angst haben braucht.
00:30:09: Solange man respektvoll bleibt und auf eine freundliche Art und Weise fragt hey das ist neu für mich.
00:30:16: hast du Lust mir das zu erklären?
00:30:19: also da auch nicht zu fordern zu sein sondern einfach mit einer Freundlichkeit mit einer Offenheit ranzugehen dann braucht man sich überhaupt nicht abgehängt fühlen.
00:30:29: sondern eben als Person die jeden Tag aufs Neue weiterlebt und immer wieder neue Sachen lernen darf
00:30:35: finde ich einen super schönen Ansatz und vielleicht einfach nur mal als Ergänzung dazu, also ich finde jemanden unbewusst zu diskriminieren.
00:30:44: Und wir sprechen ja hier über Menschen die sich in der Thematik schon bewegen aber halt einfach noch nicht alles.
00:30:51: Also nicht alles wissen zum einen und zum anderen sind auch super viele Sachen, die man wissen müsste um alles zu erfassen.
00:31:00: Wenn das so ein unbewusstes Ding ist... Ich finde da das Wort Diskriminieren schon fast ein bisschen schwierig weil du ja keine bewusste Entscheidung an der Stelle triffst, zu sagen... Keine Ahnung.
00:31:14: Ich befäll kein gutes Beispiel ein und die Offenheit auf Menschen zuzugehen und freundlich und nett zu fragen nehme ich mit und erkläre mir was gerade los ist, weil das ist mir neu!
00:31:31: Ich finde dass es doch der allerschönste Beweis dafür eben genau nicht diskriminieren zu sein.
00:31:37: Das finde ich voll schön, weil es ja auch nochmal tatsächlich das was ihr beide sagt, einfach super entlastet da nicht die ganze Zeit.
00:31:42: Also natürlich sensibel umzugehen aber auch mit der Offenheit zu sagen, dass ich lerne selber immer wieder neu und darf da auch immer wieder neue Fragen stellen.
00:31:52: Es freut mich sehr so wie ihr das sagt.
00:31:54: Großartig!
00:31:55: Entlastet auch mich tatsächlich.
00:31:57: Super stark danke euch.
00:32:01: Neben der Gesellschaft gibt es ja einen anderen Player, mit dem wir als Verband immer wieder auch unterwegs sind und wo wir durchaus auch unterschiedliche Haltungen haben gerade was das Thema Queerness angeht.
00:32:11: Und die katholische Kirche weil da das Thema klar zu benennen ist ja nicht gerade dafür bekannt die größte Offenheit und Toleranz für das Thema queerness mitzubringen.
00:32:24: Wir sind als dpsg Teil dieser kirche.
00:32:26: Was für eine Bedeutung hat das denn für euch eigentlich persönlich, wenn ihr gleichzeitig queere Pfadfinderinnen seid.
00:32:33: Also ich würde mich glaube ich am ehesten nicht als Katholik in Anführungsstrichen bezeichnen sondern halt als Christ und würde an der Stelle auch sagen es gibt ganz viele Dinge die mir am Christsein wichtig sind und die meinen Alltag bereiten und begleiten.
00:33:00: Und ich versuch das an der Stelle, weil das geht ja in Deutschland ganz gut von dieser Institutionkirche.
00:33:07: Also der steuereintreibenden Institution sozusagen zu trennen und von den vielen alten weißen Männern die dahinter stehen.
00:33:23: Damit kann ich für mich ganz gut fahren, Mir gesagt, ich fühle mich nicht als der katholische Christ sondern ich fühl mich als Christ und dann fühle ich mich wohl.
00:33:34: Und damit gehe ich gerne in die Kirche wobei ich auch dazu sagen muss dass die DPSG mich primär christlich geprägt hat.
00:33:44: also so weit man das... Also neben der christlichen Prägung die wir in Deutschland natürlich sowieso alle mitnehmen aber vielleicht kirchlich gepraht hat und ich gehe unglaublich gerne in Lager Gottesdienste oder in Hochzeiten, die von Fahrtfinderinnen zelebriert werden.
00:34:04: Weil das so was ganz anderes ist.
00:34:06: Das ist soweit weg von dieser trockenen altbackenden lebensweltfernen Kirche, die wir an vielen Stellen erleben und da erlebe ich aber eben auch Kirchenmänner die ganz anders mit ihrer Gemeinde in der Situation umgehen.
00:34:33: Also wenn ich das so sagen darf Max, aber einer meiner Highlight-Momente auf der Hochzeit war die heilige Geistkraft und nochmal Danke dafür!
00:34:45: Gerne gerne, also vielleicht einfach um da Florian auch dich reinzuholen vor nicht allzu langer Zeit haben zwei ganz liebe Menschen aus der Bundesleitung geheiratet haben wir gemeinsam einen kleinen, aber feiden Gottesdienst gefeiert.
00:35:01: Genau und die heiligen Geisteskraft ist ja nochmal die Idee zu sagen Gott ist nicht der alte weiße Mann, der auf der Wolke sitzt sondern er ist übergeschlechtlich einfach auch unterwegs Und tatsächlich seht ihr das wahrscheinlich noch mal.
00:35:14: eine große Unterschied würde ich sagen in meiner Wahrnehmung auch zwischen was an der Basis funktioniert und was dann wieder weltkirchlich auch einfach die Standards sind.
00:35:24: Ich glaube dass wir da als DPSG einfach ne Große Vorreiter in eine Rolle einnehmen können.
00:35:29: Florie, wie geht es dir damit?
00:35:32: Ich liebe diese Frage tatsächlich ein bisschen.
00:35:35: ich werde gar nicht mal so selten in meinem Alltag gefragt du sag mal als queere Frau und katholisch Wie geht das zusammen?
00:35:45: Und ich antworte da wirklich gerne drauf weil ich da sagen möchte also für mich privat persönlich passt ist total gut.
00:35:52: der Glaube Schenkt mir total viel unter anderem die Gewissheit dass da jemand ist der, die mich beschützt.
00:36:01: Die mich begleitet auf meinen Wegen einer Person, die mir akzeptiert genau so wie ich eben bin und auch Jesus als Personen, die gesagt hat Ich setze mich hier mit jeder und mit jedem an einen Tisch.
00:36:15: Mir ist komplett egal was die restliche Gesellschaft von dieser Person hält.
00:36:19: Ich bin nett zu dieser Person!
00:36:21: Ich lade diese Person ein Und ich finde dass dieser Haltung, die mir meine Religion, die meinen Glaube mit auf den Weg geben ja auch total gut dazu passt als queere Person mich auch für die Rechte von verschiedenen Menschen in diese Gesellschaft einzusetzen.
00:36:40: Klar ich kann mich auch nicht davon los sprechen das sich manchmal wirklich doll ärgere über die Weltkirche und ganz vielen engständigen Personen die Entscheidungen treffen können.
00:36:53: aber einen kleinen Rahmen finde ich geht das super gut zusammen.
00:36:57: Und da dürfen wir auch nicht locker lassen als DPSG, als Pfadfinderinnen immer wieder die Stimme laut erheben und einfach mal Sachen pragmatisch machen, die vielleicht manchmal Grenzen ausloten aber dann auch einmal aus der Komfortzone in die Lernzone hineinführen und dann vielleicht auch erfahrbar machen dass es einfach schön ist mit allen gemeinsam glauben zu leben.
00:37:24: Ich würde euch einladen, dass wir so ganz langsam auf die Ziel gerade unserer Popcast-Folge einbiegen.
00:37:32: Aber natürlich nicht ohne nochmal tatsächlich noch mal sehr per sönliches Thema zu schauen.
00:37:40: Nämlich das Autigen also der Moment in dem ihr euch nehmt sich Menschen anderen Menschen öffnen und sich einfach auch Öffnen und erzählen was sie als mensch eigentlich ausmacht welche sexuelle identität sie haben.
00:37:57: Und wir haben mit euch hier auch nochmal wieder zwei generationen also, Wo sich auch Zeiten einfach noch mal verändert haben.
00:38:04: wie habt ihr den verband im rahmen eures outings eigentlich erlebt?
00:38:08: war das wenn ihr es erzählen mögt War dass das ganz natürlich ist wo alle Menschen gesagt haben ja alles taco fein Ist immer noch die gleiche person wie vorher?
00:38:18: oder habt ihr da auch mit ihrem Gegenwind leben müssen.
00:38:23: Ich habe tatsächlich, ich hab mich mit einem Sechzehn geoutiert oder gerade so war der Geburtstagswechsel, fünfzehn auf sechzehnt und ich habe ultra Schiss gehabt.
00:38:34: also ich habe wirklich, ich habe gedacht wenn ich das bei den Pfadzindern erzähle dann schmeißen die mich raus ist ja ein katholischer Verband Die werden das nicht akzeptieren, die werden da keinen Verständnis für haben.
00:38:50: Dann kann ich mir abschminden Leiter zu sein, was ich total gerne sein wollte.
00:38:56: und es war so das komplette Gegenteil.
00:38:59: also Es gab einen Schlüssel im Moment auf meiner Geburtstagsparty.
00:39:08: Da war ich geoutet.
00:39:11: Ich hab das meinen besten Freundinnen erzählt Und natürlich hat sich's dann relativ schnell rumgesprochen Und meine Eltern waren auf dem Geburtstag und der Stammesvorstand war da.
00:39:24: Die haben sich unterhalten, dann hat der Stammesvorstand zu meinen Eltern gesagt, boah es ist so schön dass er See wie sich geautet hat und das er dazu stehen kann und dass er sich das traut.
00:39:35: also hier in diesem katholischen Verband wir finden das richtig gut und unterstützen uns voll.
00:39:43: Der Knackpunkt an der Geschichte war, meine Mutter wusste es.
00:39:45: Mein Vater noch nicht.
00:39:49: Er hat's aber auch gut aufgenommen und stillschweigend genickt und so getan als wüsste er Bescheid.
00:39:59: Aber ja das war mein Outing mit fünfzehn- sechzehnten Deinen Pfaffel.
00:40:03: Aber auch
00:40:04: krassen Respekt an der Stelle für dein Vater.
00:40:06: also schon auch cool.
00:40:08: Flori, wie hast du das erlebt?
00:40:10: Ich muss sagen ich... hatte tatsächlich nie ein Outing.
00:40:15: So ein kleines bisschen würde ich sagen, ist das tatsächlichen Generationendingen einfach einen Unterschied in was für einem Kontext man so aufwächst.
00:40:26: aber ein Stück weit auch meine persönliche Absicht also ich bin noch nie zu jemandem hingegangen habe gesagt du ich musst dir etwas sagen Ich bin Queer!
00:40:32: Du ich muss dir was sagen ich stehe auf Frauen.
00:40:34: Das hab ich tatsächlich noch nie in meinem Leben gemacht.
00:40:37: Personen kriegen das halt früher oder später automatisch mit, wenn ich sage hey hier guck mal dass meine Freundin ... Ich wollte das ihr euch kennenlernt dann werden sie wohl entweder blöd aus der Wäsche gucken und sagen boah ja das habe ich mir schon immer gedacht.
00:40:49: Und auch meine Jugendüber.
00:40:51: also ich weiß ungefähr seitdem ich so zwölf, dreizehn, vierzehnt bin Dass ich äh... dass ich queer bin Also schon echt wahnsinnig früh und ähm es war ziemlich weiß ich nicht.
00:41:04: Davor war ich vielleicht schon mal in einen Jungen verknallt, aber das war so noch in dem Alter wo ich meine Sexualität ja auch gerade erst entwickelt habe.
00:41:14: also ich hatte tatsächlich überhaupt keinen Bruch in meiner Person auch weil ich kenne mich als die Version von mir, die ich als Jugendliche, als junge Erwachsene war und bin nur in Queer und deswegen lernen mich halt auch Menschen so kennen wie Ich Bin Und Gott sei Dank habe ich da bisher, vor allem jetzt im Fahrtrunner-Kontext auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
00:41:42: Voll schön!
00:41:42: Gibt es denn bei euch beiden so einen Moment wo ihr sagt das war eine Sternstunde?
00:41:46: Da erinnere ich mich total besonders gerne dran zurück irgendwie weil es irgendwie das Herz aufgegangen ist oder irgendwie gemerkt habt.
00:41:54: Da reagieren Leute mega krass cool.
00:41:56: Wie gesagt also ich glaube dass es schon die Sternstunden über mir und der hat mir in dem Alter unglaublich viel Selbstvertrauen gegeben.
00:42:04: Und das Gefühl, also wenn das in diesem katholischen Haufen funktioniert dann funktioniert es auch an anderen Stellen wo Menschen sitzen die nicht so in Anführungsstrichen konservativ sind und das hat mir total Auftrieb gegeben.
00:42:22: ich bin dann das muss ein ähnlicher Zeitraum gewesen sein in die Oberstufe gegangen würde heute rückblickend für mich sagen, das war so der Augenblick wo ich angefangen habe aufzublühen weil ich mich nicht mehr verstecken muss.
00:42:35: Ich würd' sagen, ich glaub', für mich so eine Sternstunde ist dass ich mittlerweile als Erwachsene und als Leiterin ja auch selber mitbekommen darf wie Jugendliche teilt's schon Kinder ihre Identität entdecken und da halt eben Heranwachsende begleiten zu können, eben auch eine Self-Person für Heranwachsende sein zu können.
00:43:00: Es ist Personen die offen dazu stehen, dass kein Geheimnis draus machen muss, sie sich traut zu sagen hey ich bin hier!
00:43:07: Ich bin queer alles super!
00:43:10: Und dann eben auch begleitend
00:43:12: darf.".
00:43:21: Da einfach krasse Vorbilder für viele Kinder und Jugendliche seit, da auch zu sich selbst zu stehen.
00:43:29: Und auch die Fragen nach dem eigenen Leben, nach der eigenen Identität zu stellen.
00:43:34: Aber wie war das denn bei euch?
00:43:35: Gab es vor euch Vorbildern an der Stelle, an denen ihr euch orientieren konntet wo ihr gesagt habt okay krass die Person macht mir nochmal voll Mut mich mit dieser Frage auseinanderzusetzen?
00:43:47: Nein leider wirklich gar nicht.
00:43:49: also weder im erweiterten Freundes-Familienkreis meiner Eltern gab es für mich Menschen, also zumindest wo das für mich irgendwie sichtbar oder ausgesprochen war und es gab ja auch in den Medien noch super wenig an der Stelle.
00:44:11: Also das hat alles so ein paar Jahre später angefangen dass da so Farbeaufnahmen nicht mehr versteckt sein muss im Fernsehen.
00:44:27: Also hat es mir ganz ehrlich in der Zeit auch wirklich schwer gemacht, weil ich nicht gucken konnte wie ist man denn oder was macht die Person aus?
00:44:37: Wie reagieren die anderen darauf?
00:44:38: Wahrscheinlich auch noch mal krass, weil in dieser Zeit ja wahrscheinlich auch einfach noch mit viel viel mehr Klischees gearbeitet wurde an der Stelle wenn ich mich da noch dunkel dran zurück erinnern kann.
00:44:47: Ja auf jeden Fall!
00:44:48: In der Oberschule gab's den einen Lehrer der aber natürlich da nicht zustand und auch nicht offen drüber redete, aber alle über ihn.
00:44:59: Was für mich in der Situation irgendwie so ein Ding war, solange ich nicht geoutet war, wollte ich ja auch nicht das alle über mich reden.
00:45:10: ab dem Augenblick wo ich geouted war, war das kein Thema mehr weil dann redet man ja auch noch nicht mehr so.
00:45:15: Zumindest nicht hinterm Rücken.
00:45:18: Und ja klar, Homosexualität ultra klischeeberhaftet, also gefühlt alle im gebrochenen Handgelenk hohe Piepstimme und im Zweifel HIV-Positiv.
00:45:36: Und um so krasser natürlich nochmal dann den Mut oder auch das Gefühl wahrscheinlich zu haben sich nicht mehr verstecken zu müssen.
00:45:41: da steh ich mir schon eine krasse Befreiung einfach vor.
00:45:45: Chloe wie war das bei dir?
00:45:46: Gab es da irgendwie Vorbilder an denen du dich gut orientieren konntest?
00:45:50: Ja,
00:45:50: auf jeden Fall.
00:45:51: Ich muss echt sagen ich spüre das gerade doch mal so deutlich wie ich mich noch nie damit auseinander gesetzt habe die sicherlich mich als Jugendliche fühlen konnte in meiner Identitätsfindung.
00:46:08: also.
00:46:09: natürlich gab es bei uns in der Schule natürlich auch hin und wieder mal irgendwie Getratche, Stereotype usw.
00:46:18: Es ist nicht einmal alles rosig.
00:46:21: aber ich bin als Generation Z natürlich mit dem Internet, mit Social Media, mit ganz anderen Möglichkeiten aufgewachsen mir Vorbilder zu suchen wenn man in seinem engen Umfeld eben Ja, jetzt keine erwachsenen Vorbilder hatte.
00:46:42: Ich hätte Gleichaltrige, die in ähnlichen Situationen waren und das hat mir total geholfen.
00:46:47: Aber erwachsene Vorbildern in meinem ziemlich konservativ angehauchten bildungsbürgerlichen Umfeld gab es nicht.
00:46:56: aber auf YouTube habe ich mir wahnsinnig viele Videos angucken können von Queeren Erwachsenen, die erzählt haben was ihre Erfahrungen sind Und das hat mich natürlich total gehofft
00:47:09: Heute kindern Jugendlichen, jungen Erwachsenen oder auch Erwachsene mit die gerade auf dem Weg sind sich selber zu finden.
00:47:17: Welche Tipps könnt ihr denn mit auf den Weg geben?
00:47:19: Es wird vor allem als ersten Tipp bzw vielleicht als erste Herzensworte los werden.
00:47:28: du bist nicht allein.
00:47:30: also manchmal wenn man Ja, irgendwie was Neues über sich feststellt.
00:47:37: Dass man merkt dass die bisherigen Vorstellungen, die man sich und seine Identität, seine Sexualität, sein Geschlecht hatte das sie nicht mehr stimmen kann man sich damit echt ganz schön allein gelassen fühlen eben weil es so ein persönliches Thema ist.
00:47:50: aber grundsätzlich jeder Mensch früher oder später beschäftigt sich damit wer bin ich eigentlich?
00:47:58: Was macht mich aus?
00:48:01: dass es keine Sache ist, bei der man sich alleine fühlen muss und dass man sich immer auf unterschiedliche Arten und Weise Menschen anvertrauen kann.
00:48:11: Dass man sich Informationen suchen kann, das man damit eben nicht alleine bleiben muss.
00:48:19: Ich glaube ich nehme tatsächlich auch ganz viel aus meiner eigenen Biografie an der Stelle mit.
00:48:27: Wenn ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite, sei das im beruflichen Kontext oder eben auch im ehrenamtlichen, versuche ich immer zu vermitteln du brauchst dich nicht zu verstecken.
00:48:37: Wenn ich gefragt werde dann antworte ich ehrlich und versuch mich um heißen Beirom zu reden.
00:48:46: Und ich glaube dass es also wie gesagt aus meiner eigenen Biografie raus für mich das aller wichtigste Zu vermittelen Du bist in Ordnung, so wie du bist und du brauchst dich dafür vor niemandem zu verstecken.
00:49:02: Und Flori sagte das ja gerade schon, du bist nicht allein!
00:49:05: Also das ist ein
00:49:10: bisschen Gänsehaut oder nicht?
00:49:15: Ich habe das Gefühl dass hier gerade noch unendlich viele spannende Themen am Lagerfeuer ausgetauscht werden könnten und dass das Feuer eigentlich gerade noch ganz schön lodert.
00:49:27: aber trotzdem wenn ich auf die Uhr schaue so langsam Geht es so in Richtung des letzten Funkens?
00:49:39: Der letzte Funke ist ja nochmal die Möglichkeit, noch einmal kurz auf den Punkt gebracht ein paar Herzensworte loszuwerden.
00:49:46: Flori, du hast da gerade etwas Wunderschönes geprägt mit diesem Begriff der HerzensWorte und ich würde euch einladen, einmal uns und den Zuhörerinnen zu verraten was bedeutet für dich der Satz Ich kann bei den PfadfinderInnen sein so wie ich bin.
00:50:04: Ich kann bei den Pfadfinderinnen sein so wie ich bin.
00:50:08: Was bedeutet das für dich?
00:50:11: Vielleicht fange ich eher damit an, was dieser Satz für mich persönlich nicht bedeutet.
00:50:16: Für mich bedeutet dieser Satze nicht dass jede Person der ich im Pfadfunderkontext begegne automatisch sieht wer ich bin und wie ich Bin.
00:50:28: Es bedeutet nicht, dass es niemals Reibung geben wird.
00:50:32: dass es keine Menschen gibt, die mir nicht gut tun.
00:50:35: Den ich auch im Pfadfinder-Kontext wie in allen anderen Kontexten begegnen kann.
00:50:39: Aber was für mich bedeutet ist, wenn ich bei den Pfadfindern unterwegs bin und auf mich selbst als Pfadfünderin schaue, merke das ich richtig bin so wie ich bin.
00:50:51: Und dass es so viele Menschen in der Pfadfunderei gibt mit denen ich meine Zeit gemeinsam verbringen kann, die das sehen können.
00:50:58: Ich kann bei den Fadfinderinnen so sein, Ich konnte immer bei den PfadfinderInnen so sein, wie ich bin.
00:51:05: Ich musste das nur aussprechen und... ...ich bin mir in einer Sache total sicher.
00:51:12: Wenn die PfadfinderInnen damals nicht so reagiert hätten, wie sie reagiert haben dann hätte mein Leben ein ganz ganz anderen Weg genommen weil ich dann wahrscheinlich mich nämlich erst mal weiter eingeiegelt und versteckt hätte.
00:51:27: Und das finde ich so schön und so toll beim Pfad-FünderInnen dass ich zumindest immer das Gefühl hatte, du bist willkommen.
00:51:40: Komm rein mach mit.
00:51:43: Ach heute mit Pinkenhaaren?
00:51:45: Scheiße ja halt!
00:51:47: Also für mich immer ein super offener herzlicher Ort der sicherlich auch mit Konflikten durchaus mal einhergeht aber nie mit Konflikten die zu einer Trennung geführt hätten, sondern zu einem Dialog und zu einem Austausch.
00:52:07: Dialog- und Austausche ist vielleicht auch gerade das was wir an dieser Stelle nochmal mitnehmen können tatsächlich als Einladung immer wieder in den Austauschen miteinanderzugehen.
00:52:17: Und ich möchte euch an dieser stelle wirklich aus tiefstem Herzen Danke sagen für den Austausch heute aber auch für euren Mut Sowohl damals, aber auch heute als queere Personen in der DPSG so sichtbar unterwegs zu sein.
00:52:32: Das ist großartig und fantastisch und das brauchen wir in unserem Verband einfach.
00:52:36: Gleichzeitig wissen wir aber ja auch und es kam ja heute immer wieder ein bisschen raus.
00:52:41: Ihr seid zwei Beispiele von Menschen bei denen das kein großes Problem im Verband dargestellt hat.
00:52:48: und gleichzeitig müssen wir glaube ich auch immer wieder sehr selbstkritisch auf die Momente gucken im Verwand wo wir noch Arbeits- und Handlungsbedarf haben denn da gibt es noch genug Dinge Und deshalb ist es total schön, dass wir uns diesem Thema immer wieder neu widmen können und uns selber auch die Frage stellen können.
00:53:03: Sind wir wirklich so offen?
00:53:05: Sind wir so vielfältig unterwegs wie wir es sein wollen?
00:53:10: oder müssen wir da nochmal auch einfach selbstkritisch an Strukturen arbeiten und auch an Haltung von uns?
00:53:16: Und ihr habt damit heute einen großartigen Beitrag dazu geleistet, das wir im Verband unserer eigene Haltung immer wieder auch hinterfragen können Baustellen angehen und versuchen ein Ort zu werden der offen ist für Menschen in all ihrer Vielfalt, in allen ihren Identitäten.
00:53:35: Danke euch sehr sehr an dieser Stelle.
00:53:37: ich konnte super viel von euch beiden heute nochmal lernen und gehe sehr beschenkt jetzt gleich den Abend.
00:53:44: Ich hoffe dass es euch beiden auch ein bisschen Spaß gemacht hat und ja freue mich wenn das auch Menschen im Verband noch mal erreicht und wir gemeinsam nicht nur im verband sondern auch über den Verband hinaus in Gesellschaft und auch Kirche nicht leise werden an dieser Stelle, sondern tatsächlich immer wieder auch den Finger in die Wunden legen.
00:54:03: Das ist glaube ich gut und wichtig!
00:54:06: Und wenn ihr als Zuhörer Ihnen sagt das war eine spannende Folge dann folgt uns gerne, teilt die Folge auch gerne so dass sie möglichst viele Menschen dann auch am Ende wirklich hören können.
00:54:21: Wir hören uns Anfang Oktober wieder mit der zwölften Folge dann schon, des Podcasts Knoten im Ohr und da wird es um das spannende Thema des Rover-Bundesunternehmens gehen.
00:54:33: Das Rover-Bricks.
00:54:36: die Anmeldung ist jetzt bald schon möglich und zwar ab dem sechstundzwanzigsten neunten.
00:54:41: könnt ihr euch für den Bundesunternehmen in Dänemark anmelden?
00:54:48: Die Hinweise darauf findet Ihr hier unter dem Podcast.
00:54:53: Ja, ich freue mich auf jeden Fall sehr wenn wir uns in aller Vielfalt da dann wiedersehen.
00:54:59: Wie gesagt noch einmal danke euch Florie und Sebi und habt einen schönen Abend!
00:55:04: Ich danke auch sehr, schönen Abend doch!
00:55:06: Vielen vielen Dank.
00:55:07: es war ganz großartig mit euch So ein Knoten im
00:55:24: Ort.
00:55:24: das hat man hier ab und zu.
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